Über mich

Irmi Staehler

  • Studium der Pädagogik in München, Marburg und Berlin
  • über 20 Jahre Berufserfahrung in Einzel-, Paar- und Familienberatung
  • Weiterbildungen in Themenzentrierter Interaktion und in Mediation
  • dreijährige Zusatzausbildung in systemischer Familientherapie (VFT München)
  • dreijährige Zusatzausbildung in Organisations- und Familienaufstellungen
  • staatliche Anerkennung als Psychotherapeutin nach dem Heilpraktikergesetz (HPG)
  • seit 1999 eigene Praxis
  • seit 2001 Anstellung als Familientherapeutin im Jugendamt Neckar-Odenwald-Kreis
  • vier erwachsene Kinder, 3 Enkelkinder

Hallo, liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage, die Sie sich für ein Coaching, eine Einzel-, Paar- oder Familienberatung interessieren:

Ich möchte Ihnen mit den folgenden Zeilen einen kleinen Einblick in meine Entwicklung geben, so dass Sie erst einmal etwas über mich erfahren und damit besser einschätzen können, ob ich für Sie und Ihr Anliegen die geeignete Ansprechpartnerin bin.
Vielleicht finden Sie sich in manchem wieder, können dem Gesagten zustimmen und können sich dann auch vorstellen einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch zu vereinbaren – ich freue mich darauf!

Nach dem Studium der Pädagogik in München, Marburg und Berlin war ich zunächst in der Migrantenarbeit tätig, dann in einem Tagungshaus, und in einem Wohnheim für Flüchtlinge aus Vietnam.

Danach folgte eine sehr intensive, anstrengende, aufregende und zutiefst befriedigende und beglückende Zeit: Die Familiengründungs-Phase, die mich aufgrund der schnell aufeinander folgenden Geburten von Zwillings-Buben und zwei Mädchen relativ lange so in Beschlag nahm, dass an eine zusätzliche Erwerbstätigkeit nicht zu denken war.
Als meine Jüngste drei Jahre alt war, erhielt ich zu meiner großen Freude das Angebot, bei einer Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle an einem Abend pro Woche eine Gruppe für allein Erziehende anzubieten – was mir nach anfänglichen Selbstzweifeln großen Spaß gemacht hat.

Um meine Gruppenleiter-Fähigkeiten auszubauen, machte ich eine Weiterbildung in TZI (Themenzentrierter Interaktion), was eine sehr effektive und kreative Methode ist um Gruppenprozesse zu steuern und Inhalte auf den Punkt zu bringen.

Sehr bald stellte ich fest, dass die Probleme vieler allein Erziehender in einer mangelhaften und gestörten Kommunikation mit ihren ehemaligen Partnern bzw. Partnerinnen liegen, und vor allem die Kinder sehr darunter zu leiden haben.
Deshalb nahm ich an mehreren Fortbildungen in Mediation, d.h. Konflikt-Vermittlung, sowie in der Trennungs- und Scheidungsberatung teil. Damit konnte ich auch mein Arbeitsfeld ausweiten, indem ich nun auch in der Beratung von getrennt lebenden oder trennungswilligen Paaren eingesetzt wurde.

Jedoch waren auch hier schnell Grenzen erkennbar. Mir wurde deutlich, dass viele trennungsbereite Paare sich eigentlich gar nicht trennen wollen, sondern nur keinen anderen Ausweg zur Lösung ihrer Partnerschafts-Probleme wissen. Mir wurde ebenfalls deutlich, dass eine Trennung auch in der heutigen Zeit, in der jede dritte Ehe geschieden wird, und Scheidungen fast als selbstverständliche Begleiterscheinung der Ehe erscheinen, in nahezu jedem Einzelfall als persönliche Katastrophe erlebt wird, die den Betroffenen den Boden unter den Füßen weg zieht. Und mir wurde bewusst, dass Trennungen in manchen Fällen unumgänglich sind, und eben nicht zur Katastrophe ausarten müssen, wenn es gelingt, in gutem Sinne von einander Abschied zu nehmen, und Regelungen für „die Zeit danach“ zu finden, die ein Überleben als Familie trotz der Trennung als Paar gewährleisten.

Um nun also die Kompetenz zu erlangen, Paare dabei zu unterstützen, wie sie gut zusammenbleiben und verhärtete Strukturen und eingefahrene Verhaltensmuster wieder ins Fließen bringen, oder aber sich gut trennen können, machte ich eine dreijährige Ausbildung in systemischer Familientherapie.
Hier erfuhr ich eine grundlegende Veränderung in meinem Denken dahingehend, dass an Schwierigkeiten nicht der „Symptomträger“, z.B. das verhaltensauffällige Kind, schuld ist, sondern Störungen im Zusammenwirken des jeweiligen „Systems“, z.B. der Familie. Und diese Störungen sind durch Erkennen und durch Ausprobieren und Einüben alternativer Verhaltensweisen aller am System Beteiligten änderbar.
Eine weitere grundlegende Veränderung während dieser Ausbildung bestand darin, das Augenmerk nicht wie gewöhnlich auf die jeweiligen Probleme und Defizite zu richten, sondern auf die trotz allem immer vorhandenen Stärken und Fähigkeiten jedes Einzelnen, und diese durch Lob und Wertschätzung auszubauen.
Dabei erfuhr ich – etwas befremdet – am eigenen Leib, dass Lob und Anerkennung nicht nur schwerer auszudrücken, sondern oft auch schwerer zu ertragen sind als Kritik…
Aber auch hier macht Übung den Meister!

Währenddessen konnte ich meine Berufstätigkeit weiter ausdehnen und so viele Erfahrungen sammeln, dass ich es mir schließlich zutraute, eine eigene „PRAXIS FÜR FAMILIENBERATUNG“ zu eröffnen.
In diesem Rahmen biete ich nicht nur Beratung und Therapie für Einzelpersonen, Paare und Familien an, sondern auch Familien- und Organisations-Aufstellungen.

Seit 2001 habe ich zusätzlich eine Teilzeitstelle als Familientherapeutin beim Jugendamt des Neckar-Odenwald-Kreises inne, wo ich Familien dabei unterstütze, besser mit einander umzugehen und als Familie zusammen zu halten.

Meine eigenen Kinder sind zwischenzeitlich „groß“, stehen alle auf eigenen Füßen, und haben die Scheidung ihrer Eltern im Jahr 1998 gut überstanden. Es macht sehr viel Freude, ihre verschiedenen Lebenswege zu beobachten, mit ihnen in Kontakt zu sein, und die Entwicklung ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe mit verfolgen zu dürfen. Als besonderes Glück erlebe ich meine Enkelkinder – das Leben wird weitergegeben!

Nach einem länger dauernden Planungs- und Entscheidungsprozess habe ich mich im Januar 2010 entschlossen meinen Lebensmittelpunkt wieder nach München zu verlegen – zurück zu den Wurzeln!
Durch diesen Schritt ist Einiges in Bewegung gekommen. Im Januar 2012 hat sich ein lang gehegter Lebenstraum erfüllt und die Dinge haben sich so gefügt, dass ich heute voller Dankbarkeit sagen kann: Ich lebe in Raisting an dem Ort, an dem ich leben will, mit dem Partner, mit dem ich glücklich bin, und ich kann das tun, was meinen Fähigkeiten entspricht: Nämlich Menschen dabei unterstützen, festgefahrene Situationen und Gewohnheiten wieder ins Fließen zu bringen, und ihre eigenen Lösungen für zunächst unlösbar wirkende Konflikte und Probleme zu finden.

Wenn Sie beim Lesen dieser Zeilen ein gutes Gefühl hatten, dann würde ich mich über eine Kontaktaufnahme freuen – entweder telefonisch oder per e-mail.
Wie Sie sicherlich wissen, stehe ich unter Schweigepflicht, so dass nichts von dem, was Sie mir erzählen, in irgend einer Form an die Öffentlichkeit gelangt. Deshalb werde ich bei einem eventuellen Rückruf anderen Personen auch nicht den Grund meines Anrufs nennen.